Besuch des Stuttgarter Dunkelrestaurants "aus:sicht"
08 04 2008
Häufig heißt es, "das Auge isst mit". Was aber, wenn das nicht möglich ist; wie ergeht es blinden Menschen jeden Tag? Da mich die Idee der Dunkelrestaurants schon länger fasziniert, wollte ich endlich wissen wie ein Abendessen in völliger Dunkelheit ist; umgeben von unzähligen Menschen die man zwar fühlen, hören und riechen, aber nicht sehen kann. Vor Monaten schon 2 Plätze im Rosenau reserviert, und am 26. März war es dann endlich so weit. Nachdem wir an der Kasse bezahlt und zusätzlich 30 Euro für die Getränke in 2 Euro und 50 Cent Stücke gewechselt hatten, wurden wir von unserem persönlichen Kellner an den Tisch geführt.
Das erste unbehagliche Gefühl entstand durch die totale Dunkelheit und die damit verbundene Orientierungslosigkeit. Wir hörten viele Leute reden, konnten jedoch niemand sehen, nur raten wie groß der Raum ist und wieviele Personen sich in ihm aufhalten. Bei mir dauerte es eine knappe halbe Stunde bis sich die Augen überhaupt an die Finsternis gewohnt hatten und das Flimmern in den Augen aufhörte.
Zu Beginn wurde uns schon erklärt, dass unser Kellner immer in Rufweite sein und uns von rechts bedienen wird. Die erste Sektbestellung klappte daher reibungslos. Die Sucherei begann mit der Vorspeise, einer Karottensuppe mit Chili und Mandeln. Wo ist mein Teller, wo der Löffel ... und treffe ich damit gleich meinen Mund oder doch die Nase?
Während dessen fiel jemandem etwas vom Tisch herunter und ich dachte mir nur "Viel Spaß bei der Suche!".
Die Suppe hatten wir unfallfrei ausgelöffelt und es folgte die Hauptspeise, Kalbstafelspitz mit Rosmarinkartoffeln und diversem Gemüse - das mir im Einzelnen nicht mehr alles einfällt. Dabei zeigte sich wie gemein Kartoffeln sein können, wenn man nur schätzen kann wo sie sich befinden. Das Fleisch zu scheiden war aber auch kein leichtes Unterfangen. Anfangs waren die Stücke entweder zu groß oder zu klein, und manchmal war die Gabel sogar ganz leer. Unser Kellner, der sich zwischendurch auch gerne zu uns an den Tisch setzte, gab uns ein paar Tipps und woraufhin es etwas einfacher wurde.
Nach dem Hauptgang trat die Stuttgarter Band "Jazzmobil" auf, welche neben feinem Jazz auch guten Blues spielte.
Als Dessert gab es dann noch Minz-Mangomousse mit Brombeersauce. Das, und auch viele Zutaten der anderen Speisen, konnten wir gut herausschmecken. Alles in allem war es eine sehr schöne und unterhaltsame Erfahrung mal auf den Großteil der Eindrücke zu verzichten und sich auf die übrigen vier Sinne verlassen zu müssen.
Zur Webseite des Dunkelrestaurants "aus:sicht"
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Innen angekommen
Das erste unbehagliche Gefühl entstand durch die totale Dunkelheit und die damit verbundene Orientierungslosigkeit. Wir hörten viele Leute reden, konnten jedoch niemand sehen, nur raten wie groß der Raum ist und wieviele Personen sich in ihm aufhalten. Bei mir dauerte es eine knappe halbe Stunde bis sich die Augen überhaupt an die Finsternis gewohnt hatten und das Flimmern in den Augen aufhörte.
Zu Beginn wurde uns schon erklärt, dass unser Kellner immer in Rufweite sein und uns von rechts bedienen wird. Die erste Sektbestellung klappte daher reibungslos. Die Sucherei begann mit der Vorspeise, einer Karottensuppe mit Chili und Mandeln. Wo ist mein Teller, wo der Löffel ... und treffe ich damit gleich meinen Mund oder doch die Nase?
Während dessen fiel jemandem etwas vom Tisch herunter und ich dachte mir nur "Viel Spaß bei der Suche!".
Die Suppe hatten wir unfallfrei ausgelöffelt und es folgte die Hauptspeise, Kalbstafelspitz mit Rosmarinkartoffeln und diversem Gemüse - das mir im Einzelnen nicht mehr alles einfällt. Dabei zeigte sich wie gemein Kartoffeln sein können, wenn man nur schätzen kann wo sie sich befinden. Das Fleisch zu scheiden war aber auch kein leichtes Unterfangen. Anfangs waren die Stücke entweder zu groß oder zu klein, und manchmal war die Gabel sogar ganz leer. Unser Kellner, der sich zwischendurch auch gerne zu uns an den Tisch setzte, gab uns ein paar Tipps und woraufhin es etwas einfacher wurde.
Kulturprogramm und Ausklang
Nach dem Hauptgang trat die Stuttgarter Band "Jazzmobil" auf, welche neben feinem Jazz auch guten Blues spielte.
Als Dessert gab es dann noch Minz-Mangomousse mit Brombeersauce. Das, und auch viele Zutaten der anderen Speisen, konnten wir gut herausschmecken. Alles in allem war es eine sehr schöne und unterhaltsame Erfahrung mal auf den Großteil der Eindrücke zu verzichten und sich auf die übrigen vier Sinne verlassen zu müssen.
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